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gestern war ich in der urania um einem vortrag zu lauschen. Der Vortrag hatte den titel: “Ist all unsere Mühe vergeblich? -Der Sisyphos-Mythos und seine Aktualität” von professor bernd seidensticker, philologe an der fu berlin.
leider suggerierte die ankündigung etwas anderes, als dann wirklich geboten wurde. Ich hatte nämlich gehofft etwas mehr philosophie zu erfahren, aber eigentlich gings dann um die rezeption des mythos sisyphos speziell im 20.jahrhundert, sowie die verarbeitung des themas durch künsler, schriftsteller etc pp.
was hab ich gelernt?… der mythos sisyphos ist bis heute immer weiter auf das bild des bestraften,-den-stein-den-berg-hinaufwälzenden reduziert worden, dabei steht S. für gleichförmigkeit, sinnlosigkeit und ausweglosigkeit aber auch, besonders durch die behandlung des mythos durch camus aber auch positiv, camus’ S. ist sich seines schicksal bewußt, und damit durch die verachtung des schicksals, dem selbigen überlegen: “sein Fels ist seine Sache”..
ich könnte noch mehr erzählen, falls es jemanden wirklcih interessiert, kann er mir aber auch ne mail schreiben, ich hab mir intensiv notizen gemacht.
auch so eine sache die ich dabei festgestellt habe, ich hab bei dieser Urania-vorlesung meine erste richtige vorlesung im sinne einer vorlesung gehabt, d.h. der dozent trägt vor, und ich muss mich um meine mitschriften kümmern. dadurch wahr hab ich viel mehr mitbekomen, als bei einer meiner klassischen “ba-vorlesungen” wo der dozent die tafel mit dem wichtigsten füllt und zwischendurch ein wenig vor sich hinredet, aber meisst für sich allein, denn in der zeit kann man doch wunderbar zeitung lesen oder andere dinge tun, denn das wichtigste steh ja an der tafel…
also das wars glaub ich erstmal soweit. noch ne kleine empfehlung an alle: schaut euch ruhig mal in bereichen um, die sonst nicht so euer gebiet sind, das kann nur gut sein und verhindert die oft zitierte fachidiotie, oder den tunnelblick
grüsse c

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